Tipps zur Holzpflege

Holz ist ein lebendiges Naturprodukt und hat aufgrund dessen ganz besondere Eigenschaften. Eine individuelle Maserung und unterschiedliche Farbnuancen machen jedes Möbelstück zu einem Unikat. Die Auswahl an Holzarten ist enorm und jede Holzart hat ihre eigenen Vorzüge und spezifischen Merkmale. Und sogar nach seiner Verarbeitung „lebt“ das Material weiter - eine Eigenschaft, die natürlich besondere Ansprüche an die Pflege stellt.



Die üblichen Holzmöbelarten
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  • Massivholz:

    Massives Holz ist ein Phänomen, es arbeitet immer. Risse, Schwund, Verziehen sind ganz „natürlich“. Ob Haustür, Fenster oder Möbel, Massivholz reagiert auf seine Umgebung. Deshalb braucht es im Jahresdurchschnitt eine relative Luftfeuchtigkeit von 45% bis 55%, darüber sind sich die Fachleute und die Literatur einig. Es wächst und dehnt sich bei hoher Luftfeuchtigkeit und schwindet bei zu trockener Luft, z.B. in den Wintermonaten. Wenn Sie solche Veränderungen nicht möchten, müssen Sie für ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgen, durch lüften, Pflanzen oder Luftbefeuchter.
 Seien Sie aufmerksam beim Thema Massivholz! Es werden auch Nadelhölzer angeboten, die im allgemeinen wesentlich weicher als Laubhölzer sind und damit weniger gebrauchstüchtig bzw. strapazierfähig. Die ausgesuchten Hölzer, die wir verarbeiten bzw. verkaufen, stammen fast ausschließlich aus kontrollierter Forstwirtschaft.
 

     
  • Holzwerkstoffe:

    Die Qualität eines Produktes ist grundsätzlich nicht davon abhängig, ob ein Möbel aus Holzwerkstoffen oder Massivholz besteht, sondern eher von der Qualität des Materialeinsatzes. Die Spanplatten, mitteldichte Faserplatten (MDF), Sperrholz-, Dreischicht- oder Tischlerplatten sind von höchster Güte und Qualität. Ob mit furnierter, folierter oder lackierter Oberfläche sind sie äußerst stabil, weniger anfällig bei Temperatur Schwankungen und vielfältig einsetzbar. Holzwerkstoffe schonen im großen Umfang unsere natürlichen Ressourcen.
 

     
  • Rattanmöbel, Flechtmöbel, Peddigrohr:

    Aus Rattan oder Peddigrohr geflochtene Möbel aus Naturfasern eignen sich nicht für den Außenbereich und sind wie Massivholz zu behandeln. Nur bei besonderer Kennzeichnung, z.B. „Polyrattan“, sind sie für freie Außenflächen zu nutzen. Sie bedürfen keiner speziellen Pflege. Es genügt, sie mit einer Staubbürste und ein- bis zweimal im Jahr mit einem feuchten Tuch zu reinigen aber nicht zu nass. Eine leichte Geräuschbildung im Gebrauch der aufeinander reibenden Flechtmaterialien ist nicht zu vermeiden.
Flechtmöbel aus Kunststofffasern (Saleen) sind je nach Produktinformation und Herstellerangaben auch für den Außenbereich geeignet.
     

Die richtige Pflege
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Man muss sich immer vor Augen halten, dass Holz ein lebendiges Material ist, was auf Feuchtigkeit, Sonne und andere Einflüsse am stärksten reagiert. Dennoch gibt es beim Holz Unterschiede, die sich auch in der Pflege auswirken.

Neben der täglichen Pflege benötigen Möbel auch einer regelmäßigen Spezialpflege. Wirkt beispielsweise bei geölten Möbeln das Holz trocken, muss es nachgeölt werden. Leicht zu überprüfen ist dies mit dem sogenannten Wassertropfen-Test: Zieht ein applizierter Wassertropfen schnell in das Holz ein, ist es höchste Zeit für die nächste Ölbehandlung.

Gewachste Möbel müssen dann erneut mit Wachs behandelt werden, wenn die vorhandene Wachsschicht abgetragen oder stark verschmutzt ist. Sind Stellen beschädigt, müssen sie mit Spiritus ausgereinigt, mit feinkörnigem Schleifpapier angeschliffen und schließlich neu gewachst werden.
 

  • Staubwischen und säubern:
    Geölte Möbel bedürfen einer anderen Pflege als lackierte Möbelstücke. Weiterhin gibt es gewachste Möbel oder Möbelstücke aus unbehandeltem Holz.
    Für alle Möbel gilt, dass man sie mit einem feuchten Baumwolltuch abwischen kann. Dafür benutzt man am besten Seifenwasser, um groben Schmutz zu entfernen. Anschließend wird lackiertes Holz trocken gerieben. Auch für beschichtetes Holz ist keine besondere Pflege nötig, es kann abgestaubt und feucht abgewischt werden.
     
  • Ölen und wachsen:
    Daneben müssen manche Möbelstücke regelmäßig geölt werden. Dafür kann man auch einfaches Leinöl benutzen, wenn man ein paar Tropfen ätherisches Orangenöl dazu gibt, sorgt es für einen angenehmen Duft. Lavendelöl ist gut gegen Schädlinge und verbreitet einen guten Geruch. Andere Möbel brauchen regelmäßig Wachs.
     
  • Die Umwelt schonen:
    Die Auswahl an Holzpflegeprodukten ist groß und deshalb auch ein bisschen unübersichtlich. In der Regel gilt, "weniger ist oft mehr". Man sollte am besten zu biologischen Produkten greifen, da diese das Holz optimal pflegen ohne die Umwelt zu belasten. Hier wird auf unnötige Lösungsmittel verzichtet und die natürlichen Inhaltsstoffe schaden nicht der Gesundheit. Wie zum Beispiel Carnaubawachs, Leinöl oder Wurzelharz (Kolophonium).
     
  • Anforderungen an das Pflegeprodukt:
    Diese natürlichen Inhaltsstoffe kommen den Pflegebedürfnissen der unterschiedlichen Holzarten optimal entgegen. Die ökologische Reinigung garantiert auch eine schonende Pflege. Je nach Holzart, Oberfläche und Pflegeprodukt, kann ein matter oder seidiger Effekt erzielt werden.

    Ein gutes Pflegeprodukt sollte Alterserscheinungen vorbeugen, schmutz- und wasserabweisend sein, es sollte die natürliche Holzmaserung betonen, atmungsaktiv sein, am besten leicht mit einem Lappen aufzutragen sein und natürlich keine Lösungsmittel enthalten.
     

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